Wetten auf Angriff, Sieg, Niederlage und Tod, beleben die Märkte. 2025 wurden damit an die 50 Milliarden Dollar umgesetzt. Ein Schelm, der denkt, dass das keinen Einfluss auf das Kriegsgeschehen oder vollmundige Aussage politischer Führer hat.
Kriege entstehen seit jeher aus Interessen: Macht, Ressourcen, Sicherheit, Einfluss. Diese Ursachen haben sich nicht verändert. Militärische Fähigkeiten sind dabei das Instrument, nicht der Ursprung. Was sich verändert hat, ist die Umgebung: Politische Aussagen steuern Erwartungen in Echtzeit und wir sehen es; Märkte reagieren sofort, in Sekundenschnelle und alle wissen es; und selbst Wahrscheinlichkeiten von Konflikten werden handelbar. Krieg ist damit nicht nur ein politisch-militärisches Ereignis, sondern Teil eines größeren Systems viel größeren Systems, das darauf reagiert und davon profitiert. Es ist nicht auszuschließen, dass die Profiteure eines Krieges dessen Opfer als in Kauf zu nehmenden Kollateralschaden für größere Ziele sehen.
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Gerne komme ich bei der Themenfindung auf ihre Fragen zurück.
Herbert Bauer, Generalmajor i.R. und Militärexperte
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